Willkommen
Gemeinde mit dem OT-Tschernitz & OT-Wolfshain Ortsname ist in alten Urkunden auch Zernischke, Tschirnick oder Zernitz heißt geschrieben und stammt sicherlich aus dem Wendischen Zernitz heißt das Wendendorf. Andere leiten es ebenso wie Zschorno von Zarny ab = schwarz, wegen des dunklen Ackerbodens. Tschernitz gehörte ursprünglich zu Schlesien, unter das Fürstentum Sagan, im Priebusschen; wie Kromlau, Jämlitz, Horlitza, Lieskau und Bloischdorf. Weil Tschernitz von Sagan in der Luftlinie etwa 7 Meilen entfernt ( etwa 50 km westlich) wie auf einer Halbinsel in der Niederlausitz liegt, wurde es 1817 in Bezug auf die allgemeine Landes- und Polizeiverwaltung sowie auf ständische Verhältnisse dem Särauer Landkreis zugeteilt. Die Tschernitz nächstgelegene Stadt war Triebel, östlich der Neiße. Seit 1360 führte die so genannte Salzstraße von Sorau nach Spremberg über Triebel, Jerischke und Dubraucke. Der letztgenannte Ort ist der benachbarte nördlich von Tschernitz. Erst viel später gehörte diese Gegend zum Landkreis Spremberg.
Döbern
Amt Döbern Land Forster   Str. 8, 03159 Döbern Tel: 035600/3687- 0, Fax: 035600/3687-15
Forst / Lausitz
Zu den größeren Städten und Gemeinden im Umland von Tschernitz gehören Forst (Lausitz) 16 km nördlich,
Spremberg
Hoyerswerda 30 km westsüdwestlich, Spremberg 16 km westlich
Cottbus
Bautzen 46 km südsüdwestlich, Cottbus 27 km westnordwestlich
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Das russische Außenministerium hat erneut vor westlichen Waffenlieferungen in die Ukraine und Folgen für die Nato gewarnt. Die Lieferung von Waffen oder Flugzeugen sowie die Entsendung von Söldnern könnten die humanitäre Lage in der Ukraine nicht verbessern, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa am Montag der Staatsagentur Tass zufolge. Im Gegenteil würde das eine "katastrophale Entwicklung der Situation nicht nur in der Ukraine, sondern auch in den Nato-Ländern provozieren" Warnung vor "globalen Kollaps" Sacharowa warnte vor einem "globalen Kollaps", sollten westliche Waffen in die Hände von Kämpfenden gelangen. Auch Deutschland liefert Waffen an die Ukraine. Das russische Außenministerium hatte bereits die Entscheidung der Bundesregierung kritisiert, Panzerabwehrwaffen und Boden-Luft-Raketen zu schicken. Moskau habe betreffenden Ländern bereits "mit Fakten in der Hand" den Schaden und die Folgen ihrer Politik erklärt, sagte Sacharowa. Einige Länder hielten aber an Waffenlieferungen fest. "Das ist ihre Wahl. Diese Wahl ist falsch und einfach verbrecherisch." USA die Nato in den letzten zwei Jahrzehnten nach 1999 zu fünf Runden der Osterweiterung veranlasst.“ Und: „Die Zahl der Nato-Mitglieder ist von 16 auf 30 gestiegen, und sie haben sich mehr als 1000 Kilometer nach Osten bewegt, in die Nähe der russischen Grenze, und Russland Schritt für Schritt an die Wand gedrängt.
Leserbrief- Einmütig: Wir wollen keinen Krieg Zum Text unseres Lesers Achim Hanisch vom 26./27.März gibt es mehrere Wortmeldungen. Bernd Jurke aus Senftenberg schreibt uns: Obwohl ich Niederlausitzer bin und 1939 geboren wurde, hätte ich diesen Brief fast wörtlich genauso schreiben können. Der Krieg war zu Ende. So kamen auch eine russische Panzertruppe und eine angekoppelte Reiterei in unser Dorf. Mein Vater war noch im Krieg, kam erst 1947 aus amerikanischer Gefangenschaft. Meine Mutter, ich und meine Schwestern wollten im Mai 1945, als Bomben im Synthesewerk Schwarzheide – heute BASF – und in Ruhland niedergingen, flüchten. Unser Hab und Gut war auf einen Kastenwagen geladen, die beiden vierjährigen Schwestern oben drauf und ab ging es mit vielen Mitbewohnern in eine unbekannte Zukunft. Wir kamen kaum zwei Kilometer weit, als ein russischer Soldat (ein Grusinier) sein Pferd vor uns hochriss und sagte: „Wohin? Hitler kaputt – nach Hause zurück!“ Ich werde das nie vergessen. Die Flucht hatte einer der „in Erdlöchern lebenden Untermenschen“ beendet. Nun waren also die Russen und Ukrainer in unserem Dorf und in den Wäldern. Einige wohnten mit ihren Pferden auf unserem Grundstück. Damals entstand der Satz: „Man kann über die Russen denken was man will, aber Kinder lieben sie!“ Wir Kinder des Dorfes kletterten auf ihren abgestellten Panzern herum, hörten in ihren Zelten Musik und bekamen Schokolade, lernten russische Lieder, machten mit einem Russen Radpartien bis in Nachbar-Dörfer, aßen in unserer Küche Mittag, weil die Russen sogar das ein oder andere Pferd geschlachtet hatten. Bei ihrer Abreise nahmen sie uns drei Kilometer auf ihren Panzern mit und verabschiedeten sich mit viel Wehmut von uns. Wir sind dann drei Kilometer ins Dorf zurückgelaufen. Ich entschuldige mich, dass ich jetzt so viel davon schreibe. Ich weiß gar nicht warum. Es wird wohl so sein, dass ich plötzlich alles mal loswerden musste. Über solche Dinge spricht heute keiner mehr. Zur Frage nach Ursache und Wirkung schreibt Herr Hanisch genau das Richtige. Ich vermute sogar, dass ich oben, ohne es zu wollen, diese Einheit von Ursache und Wirkung dargestellt habe. Auch ich, mit 83, mache mir Sorgen um meinen Enkel und alle anderen. Wir können alles gebrauchen, aber keine Kriege mehr. Auch ich bin deshalb nicht bei Putin und seinem Angriff auf die Ukraine. Deshalb sollte diese Frage stets mit den richtigen Zusammenhängen/Erkenntnissen erlaubt und gestellt werden. „Schuld am Krieg trägt nie ein Einzelner!“, schreibt unser Leser R. Flemming aus Cottbus und fährt fort: Eindrucksvoller als Herr Achim Hanisch mit geschichtlichen Argumenten und Beispielen kann man die Sorgen, besonders unserer älteren Generation, nicht beschreiben. Seit längerem bringt es Redakteur J. Heinrich zu diesem Thema mehrmals auf den Punkt: Statt sich in immer neue Provokationen zu versteigern, erwarten wir von der Politik, dass sie deeskaliert! Aber die Verantwortlichen tun genau das Gegenteil. Kanzler Scholz sollte sich an seinen Amtseid erinnern, Schaden vom Volk abzuwenden. Frau Baerbock das Amt der Außenministerin anzuvertrauen, war ein großer Fehler der Grünen. Sie bringt weder die Reife noch Fingerspitzengefühl für Diplomatie mit und verfügt nicht über das notwendige Wissen der historischen Hintergründe, die man in dieser Position braucht. Große Reden halten, Sanktionen androhen und Waffen liefern, das ist keine Lösung. Einen Krieg zu beginnen, ist immer ein Verbrechen, aber niemand hat bisher die USA wegen ihrer vielen Kriegsverbrechen angeklagt! Und zu dieser jetzigen Lage tragen Herr Biden und alle seine Unterstützer (eingeschlossen der Hass und die Hetze in den Medien) die Mitschuld! Aus Cottbus schreibt Hans-Jürgen Schulze: Sie haben einen wunderbaren Leserbrief abgedruckt. Der Verfasser, Herr Achim Hanisch, ist sechs Jahre älter als ich, aber vom gleichen Verständnis für Ursache und Wirkung geprägt. Auch wir waren einst Flüchtlinge und das auch noch vor der gleichen Weltmacht, die heute Ukrainer vertreibt. Die „Russen“ nannten wir Sowjetmenschen und mussten ihnen als Freunde dienen. Als Sorauer sind wir über Dresden nach Berlin geraten. Bis Sommer ‘47 waren wir zu viert im Wedding in einem kleinen Zimmer Untermieter unserer Tante. Dann zogen wir nach Cottbus, schliefen auf Strohsäcken im halbzerbombten Haus über der „Schuhmacherei Süd“. Unser Vater war nach Sibirien verschleppt und unserer Mutter half hier Steine kloppen. Auch ich war dann zum Aufbauwerk berufen, habe als Elektriker viel in der Sprem (Rätselbild in der gleichen erwähnten Ausgabe) gewirkt und auch Herzblut investiert. Wir bauten hier am einzigen Autohaus, das es damals in Cottbus gab. Mit Firma Schur haben wir im Zeitdruck 36 Stunden am Stück gearbeitet. Dorothea Oehlert schreibt: Mir hat der Artikel von Jürgen Heinrich (Komm. „Zeiten wie diese“, 19./20.3.) sehr gut gefallen. Ich wollte ihn noch mit meinen Gedanken ergänzen: Geht es Ihnen auch so wie mir, dass Ihnen die Krümel auf dem Tisch, die liegengelassenen Socken und die Spritzer am Spiegel egal geworden sind? Ganz in unserer Nähe wütet Krieg. Wir, das so plötzlich aus dem Schlaf gerissene Volk, reiben uns die Augen. Wir haben nun Politiker, die nicht mehr von der sozialen, sondern von der „nuklearen Teilhabe“ sprechen. Kaum zu fassen! Politiker, die hämisch an Putin ihre ausgehandelten Ergebnisse senden. Geschürt wird wieder Hass. Erst waren es die „Ungeimpften“, jetzt sind es die Russen. Und ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Männer Kriege machen? Frauen gebären unter Schmerzen ihre Kinder und keine Mutter dieser Welt will sie für Machtspiele opfern. Kürzlich kam ich aus Neuss, dort haben sich viele Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion angesiedelt. Nun meidet man dort ihre Geschäfte, von eingeworfenen Scheiben habe ich aus anderen Städten gehört. Eine Frau sagte zu mir: „Die Sprache kann ich nicht mehr hören.“ Ich weiß nichts über die Historie der Ukraine, ich weiß nicht, wie es zu diesem Krieg kam, ich habe wie viele die Eroberung der Krim als „Kavaliersdelikt“ hingenommen. Die Politik hielt es nicht für nötig, Normalbürger ausreichend zu informieren oder war mit anderen Problemen beschäftigt. Und nun kann ich nur an die Politik appellieren: Wir sind das Volk und wollen keinen Krieg, sorgt gefälligst für Entspannung, auch im eigenen Land. Dafür haben wir Euch gewählt. Klaus Schmiedchen aus Cottbus beklagt zu viel Zurückhaltung der Kirche zum Krieg in der Ukraine: Als die Corona-Pandemie die Welt beherrschte, blieben auch überwiegend die Kirchen geschlossen. Allerdings wurden Gottesdienste gut im Fernsehen ausgestrahlt. Besonders wichtig war für mich, dass diese Gottesdienste gemeinsam von Pfarrern der orthodoxen Kirche, der katholischen und der evangelischen Kirche durchgeführt wurden. Am Ende erteilten die Pfarrer gemeinsam den Segen an alle Menschen und zeigten sich vereint (Ökumene). Was ist davon geblieben? War das nur eine Fernsehdarbietung für zweifelnde Christen? Jetzt schweigen nahezu alle Kirchenoberhäupter zum Krieg in der Ukraine. Die russischen Orthodoxen zeigen Putin-Treue und halten den Einmarsch für gerechtfertigt. Ich bin persönlich verzweifelt und sehr empört. Aber auch die katholische und evangelische Kirche kommen über eine allgemeine Verachtung des Krieges nicht hinaus. Jetzt in der Passionszeit, in der die Christen auf der ganzen Welt sich an den Leidensweg Jesu bis hin zum Kreuz erinnern, erwarten wir, dass die Kirchen maßgebliche Schritte unternehmen, die dem mörderischen Krieg Einhalt zu gebieten. Als Christ hoffe ich, dass der Papst, vereint mit den Bischöfen, sich auf den Weg nach Russland macht und der Ukraine Unterstützung gibt. Ich glaube, dass die Stimme und die Aufforderung des Papstes sowie der Bischöfe an Putin, sofort den Krieg zu beenden, Gehör finden kann. Schauen die Kirchen länger weg, werden sich noch mehr Christen vom Glauben abwenden. Stellen Sie sich zwischen die Fronten, werter Herr Papst Franziskus, wie es auch Jesus getan hätte! Das wäre die Erfüllung der Gründonnerstag-Botschaft! Zuzuschauen, wie Menschen durch Waffen aus ihrer Heimat vertrieben werden, ist nicht mit der Heiligen Schrift zu vereinbaren. Ich fordere die Bischöfe und den Heiligen Vater auf zu handeln. Ulrich Vorwerk aus Cottbus stellt bange Fragen: Zuerst: Was wird unsere Ampel-Regierung noch verzapfen? Die bekommen die Impfpflicht nicht hin, lassen dafür den Ländern die Verantwortung für noch mehr Chaos in Deutschland. Man bekommt nicht hin, steigende Preise bei Sprit und Lebensmitteln zu bremsen, um die Bevölkerung zu entlasten. Politiker selbst haben ja keine Geldnot. Der Wirtschaftsminister begibt sich auf Tournee in Staaten, die in den Medien als Sklavenhalter-Staaten gehandelt werden, um dort nach Grünem Wasserstoff zu suchen. Wenn das nicht so ernst wäre, könnte man darüber lachen. Die Entscheidung 100 Milliarden Euro in das Fass ohne Boden der Bundeswehr zu pumpen, kann keiner verstehen. Nun will die Verteidigungsministerin in den USA Jagdbomber kaufen, die Atombomben tragen können. Das nennt sie Atomteilhabe. Ist denn alles vergessen, was Deutschland schon angerichtet hat? Ich hätte nie gedacht, dass gerade diese Parteien unumwunden zu Kriegstreibern werden. Die Frau Ministerin für Verteidigung plant jetzt, eine deutsche Eingreiftruppe von 5 000 Mann aufzubauen. Oder war das ein Hörfehler? Ich denke, es ist an der Zeit, nicht nur für die Ukraine auf die Straße zu gehen, sondern auch gegen das Aufrüsten in Deutschland. Diese Ampel sollte sofort zurücktreten, um noch mehr Schaden abzuwenden.
35. Nachts, wenn du Angst hast
61. Ganz in Rot
2. Nur die Sonne war Zeuge
Öl
Ein Kohlebagger im von dem Energiekonzern RWE betriebenen Braunkohletagebau Garzweiler. picture alliance/NurPhoto/Ying Tang Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine zwingt Deutschland dazu, seine Energieversorgung neu zu organisieren. Das von Robert Habeck (Grüne) geführte Klima- und Wirtschaftsministerium bereitet ein Gesetz für den Fall vor, dass Russland Deutschland das Gas abdreht. Gleichzeitig sind die Energieversorger in Deutschland bemüht, neue Lieferverträge und -wege für Gas, Öl und Kohle zu organisieren. Business Insider liegt nun ein auf vergangenen Dienstag datierter Lagebericht der Bundesnetzagentur vor, der Auskunft über die aktuelle Energieversorgungslage in Deutschland gibt. Der Bericht ist als "Vertraulich – nicht für Presse- und Mediennutzung" gekennzeichnet. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse: Gas "Aktuell zeichnet sich keine Beeinträchtigung der Gaslieferungen nach DEU ab", heißt es im Papier der Bundesregierung. Die Gasflüsse nach Deutschland seien stabil; die Gasspeicher – Stand Montag dieser Woche – mit 106,8 Terawattstunden Gas zu 45 Prozent gefüllt. Auch das von Russlands Präsident Wladimir Putin am 12. Mai verabschiedete Sanktionsdekret habe bislang "keine unmittelbaren negativen Auswirkungen" auf die Versorgungssicherheit in Deutschland gehabt. Das Bundeswirtschaftsministerium sei jedoch "weiterhin im engen Austausch mit den sanktionierten Unternehmen und beobachtet die weiteren Entwicklungen genau". Öl Auch bei den Öl-Lieferungen nach Deutschland gibt es laut dem Papier der Bundesnetzagentur aktuell keine Lieferprobleme. Die nationale Erdölreserve fasse aktuell rund 14 Millionen Tonnen Rohöl; außerdem würden insgesamt rund neun Millionen Tonnen Benzin, Diesel, Heizöl und Flugturbinenkraftstoff vorgehalten. Und weiter: "ein Ausfall aller Ölimporte könnte rechnerisch für drei Monate ausgeglichen werden." Die Mineralölwirtschaft habe im engen Austausch mit dem Klima- und Wirtschaftsministerium erste Schritte eingeleitet, um die Lieferbeziehungen mit Russland insbesondere bei Rohöl spätestens zum Jahresende zu beenden beziehungsweise neue Lieferwege zu erschließen. Daher sei ein Öl-Embargo "mit entsprechender Vorlaufzeit" möglich. Kohle Bei der Steinkohle sieht die Bundesregierung größere Probleme bei der Versorgung als bei Gas und Öl. Die Liefersituation sei "angespannt", heißt es im Papier der Bundesnetzagentur. Nach Angaben der Betreiber sei aktuell noch ausreichend Kohle für die Kraftwerke vorhanden; die meisten Kraftwerkbetreiber gäben zudem an, ein Embargo gegen russische Kohle kompensieren zu können. "Derzeit wird noch russische Kohle geliefert, die Branche ist aber zuversichtlich, dass der Umstellungsprozess bis Anfang August abgeschlossen wird", heißt es dazu im Lagebericht. Um die Kohle aus Russland zu ersetzen, käme grundsätzlich Kohle aus Südafrika und Kolumbien infrage. "Seit Ausbruch der Covid 19-Pandemie ist aber die Förderung in Kolumbien stark zurückgegangen", heißt es im Lagebericht. "Zudem wird die hochkalorische südafrikanische Kohle stark nachgefragt. Daher werden derzeit neue Mischungen getestet, insbesondere auch mit indonesischer Kohle." Probleme bereitet laut der Bundesnetzagentur bei der Kohle auch die Binnenlogistik in Deutschland. So sei durch die geringen Pegelstände des Rheins der Kohlenachschub für Kraftwerke in Baden-Württemberg eingeschränkt. Zudem gebe es durch Baustellen, Störfälle und Engpässe bei Fahrzeugen Verzögerungen und Engpässe im Schienengüterverkehr. Im Verkehrsministerium laufe aktuell ein Prozess, "um Schwierigkeiten beim Güterverkehr mit der DB zu adressieren". Das betreffe alle Güter, "Energietransporte wurden aber gesondert thematisiert".
Vertrauliches Regierungspapier: So steht es wirklich um die Energieversorgung mit Öl, Gas und Kohle in Deutschland
Putin muss laut Militärexperte nicht verhandeln Moskau/Kiew/Berlin. Russland kommt knapp 100 Tage nach Kriegsbeginn einem Hauptziel näher: Die Ukraine steht kurz davor, die Kontrolle über die Region Luhansk zu verlieren. Und nichts deutet aktuelle darauf hin, dass Moskau an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Muss es auch nicht, meint ein Experte. Von einer extrem schweren Lage im ostukrainischen Kriegsgebiet Donbass spricht Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Während die Hauptstadt am Sonntag bei Sonne und friedlich ihren 1540. Geburtstag feiert und Bürgermeister Vitali Klitschko freudig in einem Videoclip gratuliert, geht die blutige Schlacht um die Städte in den Regionen Luhansk und Donezk weiter. Besonders heftig toben die Gefechte um Sjewjerodonezk, das seit der Machtübernahme durch prorussische Separatisten 2014 in Luhansk als neue Gebietshauptstadt dient. Sie steht allem Anschein nach kurz vor dem Fall. Noch halte der Widerstand und wehe die ukrainische Flagge in der Stadt, die vor dem Krieg mit 100 000 Einwohnern hatte. Der Gouverneur von Luhansk, Serhij Hajdaj, widersprach Berichten aus Russland, nach denen Sjewjerodonezk vollständig eingenommen sei. Trotzdem ist die Lage bedrohlich. Russische Truppen haben die Stadt fast komplett umstellt. Sie wollen nach dem Fall der 280 Kilometer südlich gelegenen Hafenstadt Mariupol dem russischen Präsidenten Wladimir Putin den nächsten Kriegserfolg bescheren. Fällt Sjewjerodonezk, ist die Weg frei zum nächsten Kriegsziel, der vollen Einnahme der Region Donezk. Dort drohen schwerste Kämpfe um die symbolträchtigen Bastionen Slowjansk und Kramatorsk. Auf halber Strecke dorthin haben die russischen Truppen schon den wichtigen Verkehrsknotenpunkt Lyman eingenommen, rund 40 Kilometer von Kramatorsk entfernt. Beobachter auch im Westen sehen die russischen Truppen nach fast 100 Tagen Krieg und einem verlustreichen Start inzwischen deutlich schlagkräftiger. Die jüngsten militärischen Erfolge der Russen im Donbass lassen sich nach Einschätzung des Militärexperten und Politologen Carlo Masala auf zwei Ursachen zurückführen: Erstens fehle es den Ukrainern an schweren Waffen. Zweitens hätten die Russen ihre Strategie erfolgreich geändert. „Im Gegensatz zum bisherigen Kriegsverlauf gehen sie nicht mehr an breiten Abschnitten der Front vor, sondern ziehen ihre Truppen zusammen, um an kleinen Stücken der Front voranzukommen. Dadurch haben sie derzeit eine personelle Überlegenheit“, sagte der Professor für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr in München der Deutschen Presse-Agentur. Für die Ukraine stelle sich nun die Frage, ob sie bestimmte Gebiete aufgebe, weil ansonsten die Gefahr bestehe, dass dort Truppen eingekesselt würden und dann vielleicht in Kriegsgefangenschaft gerieten. Ganz entscheidend für den weiteren Kriegsverlauf sei allerdings, welchen Erfolg die von der Ukraine für Juni angekündigte Gegenoffensive haben werde, sagte Masala. Die ukrainische Führung unter Selenskyj forderte auch am Wochenende wieder eindringlich die Lieferung schwerer Waffen, darunter vor allem Mehrfachraketenwerfer, mit denen die russischen Truppen im Osten zurückgedrängt werden sollen. Selenskyj will den Konflikt auf dem Schlachtfeld gewinnen. Er lehnt russische Forderungen nach einem Verzicht auf die ostukrainischen Gebiete und die von Russland 2014 annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim kategorisch ab. Zwar zeigte sich Putin am Samstag bei einem Telefonat mit Kanzler Olaf Scholz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron offen für einen Dialog mit der Ukraine. Aber die Verhandlungen liegen weiter auf Eis. Der Militärexperte Masala sieht bisher keinen Grund für Putin, sich auf Gespräche einzulassen. „Es läuft für ihn.“ Putin werde erst dann ernsthaft zu verhandeln beginnen, wenn er befürchten müsse, durch eine Fortführung des Krieges mehr zu verlieren als zu gewinnen. Als sicher gilt auch, dass Putin nicht abrücken wird von seinen immer wieder genannten Hauptzielen, die Gebiete Luhansk und Donezk komplett der ukrainischen Kontrolle zu entreißen. Besetzt haben russische Truppen zudem bereits die südukrainische Region Cherson, die sich durch Grenzen und eine Pufferzone zum Rest der Ukraine abgeschottet hat. Dort und im Gebiet Saporischschja haben die moskautreuen Behörden nach einem Erlass Putins über die vereinfachte Verleihung russischer Staatsbürgerschaften nun mit der Vergabe von Pässen begonnen. Wie weit Putin und seine Truppen gehen, darüber wird auch in Russland spekuliert. In Moskau und Kiew ist immer wieder zu hören, es gehe Russland letztlich auch um die Hafenstadt Odessa und darum, die Ukraine komplett vom Schwarzen Meer abzutrennen. Sie hätte dann keinen Zugang mehr zu den Weltmeeren. Klarheit gibt es allerdings nicht. Der Militärexperte Masala meinte zu Putins Zielen: „Ob es ihm reicht, der Ukraine den Donbass und die Landbrücke zur Krim zu entreißen - was immerhin 15 bis 20 Prozent des Territoriums der Bundesrepublik Deutschland entsprechen würde - oder ob er mehr will, das wissen wir nicht. Er hat mehr angekündigt.“ Es gebe auch Spekulationen, wonach Putin auch wieder Angriffe auf die Hauptstadt Kiew ausführen wolle. Putins Schlacht um den Donbass: «Es läuft für ihn» Von einer extrem schweren Lage im ostukrainischen Kriegsgebiet Donbass spricht Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Während die Hauptstadt am Sonntag bei Sonne und friedlich ihren 1540. Geburtstag feiert und Bürgermeister Vitali Klitschko freudig in einem Videoclip gratuliert, geht die blutige Schlacht um die Städte in den Regionen Luhansk und Donezk weiter. Besonders heftig toben die Gefechte um Sjewjerodonezk, das seit der Machtübernahme durch prorussische Separatisten 2014 in Luhansk als neue Gebietshauptstadt dient. Sie steht allem Anschein nach kurz vor dem Fall. Fällt Sjewjerodonezk, ist der Weg frei zum nächsten Kriegsziel, der vollen Einnahme der Region Donezk. Dort drohen schwerste Kämpfe um die symbolträchtigen Bastionen Slowjansk und Kramatorsk. Auf halber Strecke dorthin haben die russischen Truppen schon den wichtigen Verkehrsknotenpunkt Lyman eingenommen, rund 40 Kilometer von Kramatorsk entfernt. Beobachter auch im Westen sehen die russischen Truppen nach fast 100 Tagen Krieg und einem verlustreichen Start inzwischen deutlich schlagkräftiger.
Wladimir Putin wird 1998 Chef des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, dem Nachfolger des KGB, dem er seit 1975 angehörte. Als Ministerpräsident unter Boris Jelzin gibt er ein Jahr später den Einmarschbefehl für russische Truppen in Tschetschenien im Kam Startseite
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