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Forster Str. 8, 03159
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Deutschland: «Körperwelten»-Erfinder Gunther von Hagens (81) ist gestorben
Gunther von Hagens ist tot. Der Erfinder der Plastination starb bereits am 24. Juli im Alter von 81 Jahren, wie seine Familie bestätigte.
Darum gehts
•
Gunther von Hagens (81), Erfinder der «Körperwelten»-Ausstellung und der Plastination, ist am 24.
Juli gestorben.
•
Von Hagens wollte nach seinem Tod selbst zum Plastinat werden – seine Familie will diesen Wunsch
respektieren.
•
Geboren wurde er 1945 als Gunther Gerhard Liebchen in Alt-Skalden bei Posen, im heutigen Polen.
Mit seiner Ausstellung «Körperwelten» vermittelte der Leichenpräparator Gunther von Hagens mehr als
30 Jahre lang verborgene Einblicke in den menschlichen Körper.
Der Erfinder der Plastination starb bereits am Freitag, 24. Juli, im Alter von 81 Jahren. Seine Familie
bestätigte den Tod unter anderem gegenüber der «B.Z.». Öffentlich wurde die Nachricht erst an diesem
Montag, 27. Juli.
Einen Tag vor seinem Tod war von Hagens laut der Berliner Zeitung wegen einer Gehirnblutung in eine
Heidelberger Klinik eingeliefert worden. Ob diese offiziell als Todesursache festgestellt wurde, ist bislang
nicht bekannt.
Hagens erkrankte an Parkinson
Nachdem er 2008 an Parkinson erkrankt war, zog sich von Hagens immer mehr aus der Öffentlichkeit
zurück. Seinen 1995 ins Leben gerufenen «Körperwelten»-Ausstellungen tat das keinen Abbruch, sie
bestehen bis heute fort. Neben Wanderausstellungen in Deutschland tourte von Hagens mit den Präparaten
durch die ganze Welt. Nach eigenen Angaben wurden bis heute mehr als 50 Millionen Besucher gezählt.
Von Hagens wollte nach seinem Tod selbst zum Plastinat werden. Über Jahre hatte er das öffentlich
angekündigt, seine Ehefrau Angelina Whalley stimmte nach anfänglichem Zögern zu.
«Wir werden diesen Wunsch respektieren und ausführen», zitiert die Boulevardzeitung die Familie. Ob ein
Ganzkörperplastinat entsteht oder einzelne Präparate, ob der Körper überhaupt gezeigt wird und an
welchem Ort ist bislang ebenso noch nicht bekannt.
Konservierte Leichen echter Menschen
Wer die «Körperwelten» besucht, schaut sich gewissermassen selbst unter die Haut. Zu sehen sind
konservierte Leichen und Körperteile echter Menschen – Sehnen, Blutgefässe, Muskeln und Organe. Die
Ganzkörperplastinate wirken dabei wie zum Leben erweckt. Besucher können ihnen beim Pokern,
Federballspielen oder sogar beim Geschlechtsverkehr zusehen.
Geboren wurde er 1945 als Gunther Gerhard Liebchen in Alt-Skalden bei Posen, im heutigen Polen. Den
Namen von Hagens übernahm er später von seiner ersten Ehefrau. 1965 begann er in Jena ein Medizinstudium, doch nach Protesten gegen die
Niederschlagung des Prager Frühlings und einem Fluchtversuch aus der DDR sass er in Cottbus und Jena in Haft.
1970 kaufte die Bundesrepublik ihn für 40.000 D-Mark frei.
Aus dem All: «Absurder Plan»: EU will Temposünder automatisch ausbremsen
Der Tempowarner ist bereits obligatorisch in Neuwagen. Jetzt prüft die EU ein System, das bei zu schnellem Tempo eingreift. Kritiker warnen vor einem «Big-
Brother-Szenario».
Darum gehts
•
Die EU prüft, ob neue Autos künftig per Satellit automatisch abgebremst werden, sobald sie in eine Zone mit tieferem Tempolimit
fahren.
•
Das System würde die Motorleistung automatisch reduzieren; ein kurzfristiges Übersteuern durch den Fahrer wäre aber möglich.
•
Kritiker wie der britische Politiker Richard Holden warnen vor einem «Big-Brother-Szenario» und der Gefahr durch
Hackerangriffe.
Die EU will den Strassenverkehr sicherer machen. Seit 2024 sind deshalb in neu zugelassenen PKW und leichten Nutzfahrzeugen
mehrere Assistenzsysteme wie der Tempowarner Pflicht. Seit diesem Juli gelten verschärfte Vorgaben. So ist jetzt auch vorgeschrieben, dass das eigene
Fahrzeug das Fahrverhalten und Bedienmuster mithilfe von Kameras analysiert. So kann das Auto beispielsweise Alarm geben, wenn der Blick zu lange von
der Windschutzscheibe abgewendet ist.
Das könnte aber erst der Anfang sein. Die EU prüft laut Berichten bereits den nächsten Schritt bei der Geschwindigkeitsüberwachung. So sollen neue Autos
künftig aktiv ins Fahrgeschehen eingreifen und das Tempo selber regeln können, statt nur einen Warnton zu geben.
Neuwagen sollen ihre Position per Satellit, Mobilfunk und Verkehrszeichen erkennen, wie die «Autobild» schreibt, also aus dem All. Registriert das System,
dass das Fahrzeug in eine Zone mit niedrigerem Tempolimit fährt, soll es die Motorleistung automatisch reduzieren und den Wagen damit zwingen,
abzubremsen.
Nur noch so schnell, wie die EU will?
Zwar soll es weiterhin möglich sein, dass ein Fahrer oder eine Fahrerin kurzfristig eingreifen und übersteuern kann, etwa zum Ausweichen oder
Überholen. Langfristig wäre ein schnelleres Tempo als erlaubt aber nicht mehr möglich. Dauerhaft könnte das Auto in Zukunft also nur noch so
schnell fahren, wie es die EU will.
Doch für die Idee gibt es bereits heftige Kritik. Brian Gregory von der Alliance of British Drivers spricht gegenüber dem «Telegraph» von einem
«absurden Plan». Er findet, Unfälle würden dadurch nicht verhindert, entscheidend seien Aufmerksamkeit und Fahrkönnen. Der britische Oppostionspolitiker
Richard Holden von der Conservative Party warnt vor einem «Big-Brother-Szenario». Er befürchte die Gefahr durch Hacker oder feindliche Staaten, die das
System aus der Ferne missbrauchen könnten.
Die EU-Kommission betont allerdings, dass noch nichts entschieden sei. Die Gespräche befinden sich laut einem Sprecher in einem sehr frühen Stadium. Bei
den Plänen handle es sich lediglich um Gedankenspiele zu möglichen Massnahmen.
Überhöhte Geschwindigkeit ist die häufigste Unfallursache. Doch ob die von der EU geprüfte Technik das richtige Mittel für mehr Sicherheit ist, ist unklar.
Eine Untersuchung der britischen Forschungsorganisation Thatcham Research ergab, dass der heutige Geschwindigkeitsassistent in etwa jedem vierten Fall
geänderte Tempolimits nicht korrekt erkennt.
A1 Die EU sorgt für Aufregung mit einem Plan, bei dem Fahrzeuge bei Geschwindigkeitsüberschreitun eingreifen
A2 Das würde bedeuten, Autos fahren künftig nur noch so schnell, wie es die EU will.
A3 Die EU-Kommission mit Präsidentin Ursula von der Leyen betont, dabei handelt es sich erst um einen Test.
A4 Zuvor machte die EU Tempowarner
zur Pflicht, die seither auch in der Schweiz vorgegeben sind.
A5 Richard Holden von der britischen
Conservative Party warnt, vor einem Missbrauch des Systems
Schifffahrt auf dem Alten Rhein
eingestellt
Doch nicht nur der Lac des
Brenets ist von der
anhaltenden Trockenheit
betroffen. Auch der Alte Rhein
war vor einigen Tagen wegen
des tiefen Wasserstandes nicht
mehr für Schiffe befahrbar.
«Boote, deren Tiefgang mehr
als 1,40 bis 1,45 Meter beträgt,
können den Alten Rhein
aktuell nicht mehr befahren»,
erklärte vor rund zehn Tagen
Felix Schwärzler, Präsident
des Yachtclubs Wetterwinkel
in Gaissau (A), direkt an der
Grenze zur Schweiz.