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Amt Döbern Land
Forster Str. 8, 03159
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südsüdwestlich,
Cottbus 27 km
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Badesee in Deutschland: «Rein darf nur, wer Deutsch versteht»: Stadt verbietet Badi-Regel
Nach einer umstrittenen Einlass-Regel hat es der Betreiber des Heidebads in Halle an der Saale mit der Stadtverwaltung zu tun bekommen.
Darum gehts
•
Der Betreiber des Heidebads in Halle an der Saale hatte eine Regel eingeführt, die Badegäste
ohne Deutschkenntnisse vom Einlass ausschloss.
•
Die Stadtverwaltung hat die Regel verboten, da pauschale Einlassverbote für ganze
Bevölkerungsgruppen das Hausrecht überschreiten würden.
•
Als Kompromiss will die Stadt mehrsprachige Baderegeln, Piktogramme und QR-Codes im Bad
bereitstellen.
Die Stadtverwaltung von Halle an der Saale (Bundesland Sachsen-Anhalt) hat den Pächter des
Strandbades Heidebad zurückgepfiffen. Betreiber Mathias Nobel (46) hatte eine Regel erlassen, die
vorsah, Badegäste nur noch reinzulassen, wenn eine Verständigung auf Deutsch möglich ist.
Schädigt Regel Ansehen der Stadt?
Gegenüber der «Bild» erklärte Stadtsprecher Drago Bock, der Zugang zum Bad müsse für die
Allgemeinheit gewährleistet sein. «Die Ausgestaltung des Hausrechts darf diesen öffentlichen Charakter
nicht durch pauschale Einlassverbote für ganze Bevölkerungsgruppen aushebeln», so Bock. Zudem
könne ein «Vorgehen, das in der Öffentlichkeit als ausländerfeindlich wahrgenommen werden kann»,
das Ansehen der Stadt schädigen.
Nobel hatte die Regel mit Sicherheitsaspekten begründet, denn das Baden im See sei nicht
ungefährlich. «Der See ist 13 Meter tief, hat fast eine 90-Grad-Uferkante», erklärte er
gegenüber der «Bild». «Wenn man die Haus- und Badeordnung nicht lesen kann und nicht
versteht, kann ich Gäste, die nicht Deutsch sprechen, aus Sicherheitsgründen nicht mehr
hereinlassen.» Ausländerfeindlich sei er nicht.
Hass-Mails und 1-Sterne-Bewertungen
Nach Einführung der Regel erreichten den Badbetreiber viele wütende, teils hasserfüllte
Nachrichten: E-Mails, 1-Sterne-Bewertungen bei Google und Whatsapp-Botschaften flatterten
rein. «Ich trage im Bad die Verantwortung. Wenn etwas passiert, zeigen alle auf mich. Tot ist
tot», sagte Betreiber Nobel.
Nun will die Stadt ihn jedoch auch unterstützen. Die «Bereitstellung von standardisierten Baderegeln und Sicherheitshinweisen in den relevanten
Fremdsprachen» wolle man gewährleisten, so das Rathaus in Halle zur «Bild». Auch sollen Piktogramme
und QR-Codes auf den Liegewiesen und im Eingangsbereich die Sicherheitsregeln visuell und barrierefrei
vermitteln.
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auf dem Bild ”Menschenrechte”!