Willkommen Eine Dorfgeschichte aus der Nieder-Lausitz über Landschaft, Bevölkerung und Besitzverhältnisse Tschernitz-Wolfshain Ortsname Lohnbrief Wassermühle Galarie Kontakt Natur Rittergut Denkmal Ärger in der Lausitz Heimatkanal Serien, Filme aus DDR-Zeit Wolfshain-Jugendclub Mediathek
Zu den größeren Städten und Gemeinden im Umland von Tschernitz gehören Forst (Lausitz) 16 km nördlich, Hoyerswerda 30 km westsüdwestlich, Spremberg 16 km westlich, Bautzen 46 km südsüdwestlich, Cottbus 27 km westnordwestlich, Senftenberg 42 km westlich, Guben 41 km nordnordöstlich, Großräschen 42 km westlich, Niesky 35 km südöstlich, Kamenz 50 km westsüdwestlich sowie 9 km südlich der Gemeinde Tschernitz die Stadt Weißwasser (Oberlausitz) wenn man dort hin will muß man durch Halbendorf.
25. März 2020 in Forst (L) Verzeichnis Glaube
Warum Deutschland hinterherhinkt
Ortsname ist in alten Urkunden auch Zernischke, Tschirnick oder Zernitz heißt geschrieben und stammt sicherlich aus dem Wendischen Zernitz heißt das Wendendorf. Andere leiten es ebenso wie Zschorno von Zarny ab = schwarz, wegen des dunklen Ackerbodens. Tschernitz gehörte ursprünglich zu Schlesien, unter das Fürstentum Sagan, im Priebusschen; wie Kromlau, Jämlitz, Horlitza, Lieskau und Bloischdorf. Weil Tschernitz von Sagan in der Luftlinie etwa 7 Meilen entfernt ( etwa 50 km westlich) wie auf einer Halbinsel in der Niederlausitz liegt, wurde es 1817 in Bezug auf die allgemeine Landes- und Polizeiverwaltung sowie auf ständische Verhältnisse dem Särauer Landkreis zugeteilt. Die Tschernitz nächstgelegene Stadt war Triebel, östlich der Neiße. Seit 1360 führte die so genannte Salzstraße von Sorau nach Spremberg über Triebel, Jerischke und Dubraucke. Der letztgenannte Ort ist der benachbarte nördlich von Tschernitz. Erst viel später gehörte diese Gegend zum Landkreis Spremberg.
Deutschland liegt beim schnellen Internet im Vergleich mit anderen Industrienationen auf einem der hinteren Plätze. Warum kommt der Breitbandausbau nicht wie gewünscht voran? "Digitalausbau in Deutschland ein Totalausfall" Es könnte so schön schnell sein: In Japan und Südkorea sind drei Viertel aller Haushalte mit einer Glasfaserleitung
versorgt, die superschnelles Internet garantiert. In Deutschland hingegen nur etwas mehr als zwei Prozent. Damit gehört die Bundesrepublik laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) international zu den Schlusslichtern. "Was den Digitalausbau in Deutschland angeht, war Alexander Dobrindt mit seinem Ministerium für digitale Infrastruktur ein Totalausfall", meint Torsten Gerpott, Professor für Telekommunikationswirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. Er kritisiert die "zu späte, zu knappe und zu bürokratische Vergabe von Breitband-Fördermittel durch den Bund". Erst 2015 wurde ein Förderprogramm mit vier Milliarden Euro gestartet. Auf dem Land surft jeder Zweite im Schneckentempo Derzeit gibt es etwa 32,5 Millionen Breitbandanschlüsse in Deutschland - allerdings überwiegend in Großstädten und Ballungsgebieten. In den ländlichen Gebieten ist im Schnitt noch nicht mal jeder zweite Haushalt mit 50 MBit-Leitung versorgt, wie aus dem Breitbandatlas der Bundesregierung hervorgeht.  Kupfer- statt Glasfaser auf der letzten Meile  Hauptknackpunkt beim Breitbandausbau ist die Frage, wie man mit der besonders teuren letzten Meile umgeht - also der Strecke bis in den Keller hinein oder gar bis in die Wohnungen. Nur bis zur Stelle davor - die grauen Telefonkabelkästen an der Straße oder die Verteilzentren für Fernsehkabel - setzen die Konzerne schon heute umfangreich auf Glasfaser, das 1000 MBit/s ermöglicht.  Auf der letzten Meile hingegen liegt häufig Kupfer - bei der Telekom sind das Telefonkabel, die manchmal 80 Jahre alt sind. Über sie erreicht man mit einem DSL-Anschluss in der Regel Spitzenwerte zwischen 50 und 100 MBit/s.  "Sinnvoll ist die gezielte Subventionierung des Ausbaus echter Glasfasernetze auf dem Land", meint Gerpott. Er schätzt, dass das mindestens 15 Jahre dauern dürfte. "Die schweren Versäumnisse der Vergangenheit können nicht kurzfristig wettgemacht werden."
Lausitz „Bitte beteiligen Sie sich auch in diesem Jahr wieder aktiv am gemeinsamen Frühjahrsputz
Derzeit gibt es etwa 32,5 Millionen Breitbandanschlüsse in Deutschland - allerdings überwiegend in Großstädten und Ballungsgebieten. In den ländlichen Gebieten ist im Schnitt noch nicht mal jeder zweite Haushalt mit 50 MBit-Leitung versorgt, wie aus dem B
Amt Döbern Land Forster   Str. 8, 03159 Döbern Tel: 035600/3687-0, Fax: 035600/3687-15
Gemeinde mit dem OT-Tschernitz & OT-Wolfshain
und sorgen auch Sie mit Ihrem Einsatz für eine saubere, lebenswerte und attraktive Stadt, in der sich Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt wohl fühlen!“ ruft die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek die Forsterinnen und Forster zur Beteiligung am Frühjahrsputz auf.
Seit 2014 beteiligen sich Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Kindereinrichtungen, Vereine, Parteien, Gewerbetreibende, Institutionen, Hauseigentümer und Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit mehreren hundert Teilnehmern am Forster Frühjahrsputz. Auch in diesem Jahr möchten wir dieses erfolgreiche Engagement vieler Menschen für ihre Stadt bündeln und mit dem Aktionstag sichtbar machen. Der Startschuss zum großen Frühjahrsputz erfolgt am Mittwoch, den 25. März 2020 um 15 Uhr am Max-
Seydewitz-Platz. Anschließend gehen die Teams zu ihren Aktionsflächen. Schulen und Kitas sind an diesem Tag bereits vormittags unterwegs, um an der Neiße oder in den Keuneschen Alpen Abfall und Müll aufzusammeln. Im Anschluss sind alle Mitwirkenden als Dankeschön zu einem kleinen Imbiss am Max-Seydewitz-Platz eingeladen.
600 Film-Streifen                    
Für das Neiße Filmfestival vom 12. bis 17. Mai sind mehr als 600 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme eingereicht worden. Bis Mitte März soll feststehen, welche Streifen in die Wettbewerbe kommen. Die Veranstalter wollen auch in diesem Jahr jungen Filmemachern vor allem aus Deutschland, Polen, Tschechien ein Forum bieten. „Film ab!“ heißt es im Mai an rund 20 Spielorten im Dreiländereck. Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und Partys ergänzen das Programm. Eröffnet wird das Festival im Gerhard-Hauptmann-Theater Zittau. «Films for Future» ist der Titel der Fokus-Reihe. Sie widmet sich globalen und auch regionalen Themen wie Ressourcenausbeutung, Umweltverschmutzung sowie Klima- und Strukturwandel.
Was Rezo (noch) nicht bemerkt hat:
4. Robotertag in Spremberg Die offene Werkstatt Spremberg des ASF bereitet sich auf den 4. Spremberger Robotertag vor. Dieser soll am 28.3.2020 im CCS-Keller am Markt 5 stattfinden. Andere Spremberger Vereine oder Personen sind an diesem Tag eingeladn bei einer kleinen Ausstellungen ihre Arbeiten im Bereich Modellbau und Technik zu präsentieren. Ab 10:00 Uhr könnte die Ausstellung eröffnet werden. Nachmittags werden der Roboterwettbewerb und der Wettstreit um das beste selbst gebaute Computerspiel stattfinden. Wer an diesem Tag ausstellen möchte sollte sich bis 15. Februar in der Werkstatt melden oder unter kontakt@owspremberg.de seine gewünschte Stellfläche bekanntgeben.
ACHTUNG Kunstausstellungen   Mo.- Fr. 9 – 15 Uhr und  nach tel. Vereinbarung komfor im Forster Kompetenzzentrum (denkmalgeschützte Warmbad) 1. „Figurationen“ Ausstellung von Werken des Cottbuser Malers Günther Rechn bis Ende März 2020 19 Werke sind in den Räumen des Komfor bis März 2020 zu bewundern. 2. Skulpturen aus Lindenholz „Kunstsymposium 2018“ Besichtigungen des ehemaligen Warmbades und der Ausstellungen nach tel. Vereinbarung od. info@kom-for.de.  Kompetenzzentrum Forst Freitag, 13. März 2020 ab 19.30 Uhr +++Neues Programm+++ Frau Sonntag und ihr ständiger Begleiter…im verflixten 17. Ehejahr Anja Sonntag & Stefan Gocht (Musik- Comedy & Chanson) Zwischen endloser Schwangerhaft und goldener Hochzeit liegt die Ära der Alterspubertät. Da stellen sich viele Paare die Frage: “Lohnt sich eine Scheidung noch? Oder bleiben wir aus Trägheit doch lieber zusammen?“ In 90 Minuten wird auf der Bühne alles für die Beantwortung getan. Chansontherapie, Evergreenkampf und wilde Instrumentalorgien. Da kommt in letzter Minute ein Operettungsschirm geflogen und beschützt alle vor dem Ehexit. [ www.kom-for.de ] Freuen Sie sich auf einen Abend mit Witz und toller Stimme!
Das ehemalige Forster "Warmbad" wurde sorgfältig restauriert und ein Anbau schuf Raum für einen Saal.
Februar: 15.02.Kabaret REWERS Eintritt frei! Kulturhaus Łęknica (OKSiR), Wojska Polskiego 2, 68-208 Łęknica, www.oksir.pl, (+48) 068 3753475 Februar: 15.02. 13.00 – 17.00 Uhr10. Krauschwitzer Schneetreiben Wintersportliche Wettbewerbe für Groß und Klein kombiniert mit viel Spaß! Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Eintritt ist frei! Die Veranstaltung findet im „Helmut-Just-Stadion“,02957 Krauschwitz, Helmut-Just-Str. 1 statt. Weitere Informationen erhalten Sie beim Arbeitskreis Eiszeitdorf Krauschwitz, www.eiszeitdorf.de, (+49) 035771 60267. Februar: 15. und 16.02. ganztägig Winterfahrten nach Kromlau Kosten: 4,50 – 6,50 € p. P. Waldeisenbahn Weißwasser, Bahnhof Teichstraße, 02943 Weißwasser/O.L., www.waldeisenbahn.de, (+49) 03576 207472 Februar:15.02., 17.00 Uhr Winterlichtfest Lampion- Wanderungen von fünf Startpunkten zur Schlosswiese.Muskauer Park, beidseits der Neiße Eine Veranstaltung der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau und des Kulturhauses Łęknica. www.muskauer-park.de oder www.oksir.pl,(+49) 035771 63 100 Februar: 19.02., 10.00 Uhr Töpfern mit Kindern Anmeldung über Tel. (+49) 035772 40066  Kosten: 11 € Treffpunkt: Keramikscheune im Erlichthof, Turnerweg 6, 02956 Rietschen, www.erlichthof.de, (+49) 035772 41320 Februar: 23.02., 16.00 Uhr Kammerkonzert „Chanson d ̓amour“ Liebeslieder für Flöte, Sopran und Harfe von Renaissance bis Impressionismus Kosten: 12 €, ermäßigt 9 € Schloss Krobnitz, 02894 Reichenbach/OL. Weitere Informationen über die Stadtverwaltung Reichenbach/O.L., www.reichenbach- ol.de, (+49) 035828 7430. März: 01.03., 11.00 – 16.00 Uhr Frühlingswanderung in Frosch-Dur Durch das Naturschutzgebiet „Reuthener Moor“ vorbei an Kiefern, Giesern, Geotopen und den Fragen „Was lehrt der Torf, was spricht das Moor?“ nach geht es mit der zertifizierten Geoparkführerin (ZNL) Monika Kuhlee.Gebühr: 6,00 € p.P.TREFFPUNKT: Parkplatz Felixsee (Gemeinde Felixsee) Ein Angebot der Volkshochschule Spree- Neiße. www.kreisvolkshochschule-spn.de, (+49) 03563 90647 März: 07.03., 14.00 Uhr Ausflug ins Wolfgebiet Vortrag und Exkursion, ca. 4 h Teilnahme kostenlos! Anmeldung über Tel. (+49) 035772 46762Treffpunkt: Wolfsscheune im Erlichthof, Turnerweg 6, 02956 Rietschen, www.erlichthof.de, (+49) 035772 41320 März: 07.03., 10.00 15.00 Uhr Forscherzeit: „Luft ist nicht nix!“ Wir widmen uns spannenden Fragen: Warum erstickt man nicht in einem geschlossenen Raum? Wie kommt es, dass im Winter, wenn die Bäume kahl sind, trotzdem genug Sauerstoff in der Luft ist? Kann es sein, dass ich Sauerstoff einatme, den vorher schon mal ein anderer Mensch geatmet hat? Woraus besteht eigentlich Luft? Anmeldung erforderlich! Kinder von 8 – 12 Jahren Kosten: 10 €  incl. Material und Mittagessen Station Junger Naturforscher, Prof.-Wagenfeld-Ring 130, 02943 Weißwasser /O.L., www.station- weisswasser.de, (+49) 003576 290390 März: 07. und 08.03., 10.00 17.00 Uhr Orchideenschau – Ausstellung, Beratung, Verkauf Eintritt: 2 € Sorbisches Kulturzentrum Schleife, Friedensstraße 65, 02959 Schleife, www.sorbisches-kulturzentrum.de, (+49) 035773 77230 März: 08.03., 11.00 – 13.00 Uhr Wanderung zum 15. Tag der offenen Töpferei Dreistündige geführte Wanderung vom Braunsteich zur Töpferei Najorka in Krauschwitz und zurück mit dem Zertifizierten Geoparkführer (ZNL) Jürgen Siegemund.Teilnahmegebühr: 3 € p. P. Treffpunkt: 02943 Weißwasser, Waldhausstr. 118, Parkplatz Waldhaus. Weitere Informationen über den Arbeitskreis Eiszeitdorf Krauschwitz, www.eiszeitdorf.de, (+49) 03576 211 562. März: 15.03., 16,00 Uhr Du hast Glück bei den Frau’n, bel Ami Kammerkonzert mit dem Görlitzer Caféhaus- Quartett und Sopranistin Preis: 12 €, ermäßigt 9 € Schloss Krobnitz, 02894 Reichenbach/OL, Weitere Informationen über die Stadtverwaltung Reichenbach/O.L., www.reichenbach-ol.de, (+49) 035828 7430 März: 28. und 29.03., 10.00 -17,00 Uhr Sorbischer Ostereiermarkt  Schauvorführungen zum Ostereier verzieren, Markt, kleines Folkloreprogramm. Beachten Sie auch die Ostersonderausstellung vom 01.03. – 01.04.2019!Eintritt: Erw. 3 € , Kinder frei Sorbisches Kulturzentrum Schleife, Friedensstraße 65, 02959 Schleife, www.sorbisches-kulturzentrum.de, (+49) 035773 77230 März: 29.03., 11.00 -17,00 Uhr Frühlingsfest Live-Musik, Kinderangebote u. geführter Parkspaziergang Eintritt: Erwachsene 6 €, Kinder 2 € Lausitzer Findlingspark Nochten, Parkstr. 7, 02943 Boxberg/O.L., www.findlingspark-nochten.de, (+49) 035774 556352 Februar: Ostermarkt in Brody Kunsthandwerksmarkt mit Angeboten lokaler Produzenten, lokalen Osterprodukten und gastronomischen Stände Eintritt frei www.brody.pl April: Schlachtfest zur Saisoneröffnung 04.04., 09.00 - 13,00 Uhr Ziegenhof Pusack GbR, Pusack 4, 03159 Neiße-Malxetal OT Pusack, www.ziegenhof-pusack.de, (+49) 035600 23155 / 23156 April: Ostereiermalen in der Museumsscheune Bloischdorf 04.04., 14,00 Uhr Kosten: Erw. 6,50 €, Kinder 5 € Niederlausitzer Sorbisches Museumsdorf Bloischdorf e.V., Gutsweg 1, 03130 Felixsee / OT Bloischdorf, www.museum- bloischdorf.de, (+49) 03563 608999
Veranstaltungen im Jahr 2020 bei uns in der schönen Lausitz Global zwischen Polen & Deutschland
Auch die EZB macht Politik gegen die Jungen Rezo mag mit mancher Kritik falschliegen – der Vorwurf, dass Politik häufig auf Kosten der jungen Generation gemacht wird, trifft zu. Vor allem in einem Bereich, den der Youtuber vermutlich gar nicht im Blick hat. Ein Youtube-Video des 26-jährigen Influencers Rezo hat die (ehemaligen) Volksparteien kräftig durcheinander gerüttelt. Rezo wirft der CDU/CSU vor, Propaganda und Unwahrheiten gegen die junge Generation einzusetzen. „Unter der CDU haben […] in den letzten Jahrzenten die sehr Reichen ziemlich profitiert und die Armen halt ziemlich abgeloost.“ Die Aussage wird sogar mit statistischer Evidenz unterlegt. Rezo hat noch nicht bemerkt, dass auch die Europäische Zentralbank – deren Ratsmitglieder im Durchschnitt 59 Jahre alt sind – aus drei Gründen Politik gegen die jungen Menschen macht. Erstens hat die europäische Zentralbank (EZB) seit 2000 schrittweise die Zinsen gegen null gesenkt und in großem Umfang Staatsanleihen gekauft. Die Zinssenkungen in Reaktion auf das Platzen der Dotcomblase haben ab 2001 zu Immobilien- und Konsumblasen im Süden der Europäischen Währungsunion geführt. Die Illusion des wirtschaftlichen Aufstiegs mündete in einschneidende Krisen, deren Opfer in erster Linie junge Menschen sind. Die Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa ist seither deutlich angestiegen und liegt beispielsweise in Portugal bei 20 Prozent und in Griechenland bei 40 Prozent (siehe Abb. 1). Umfangreiche Hilfskredite der EZB halten zwar fragile Banken und unrentable Unternehmen am Leben, doch damit werden nicht nachhaltige Strukturen auf Kosten der jungen Generation zementiert. Zweitens hat das billige Geld der Europäischen Zentralbank die Aktien- und Immobilienpreise nach oben getrieben. Zunächst zwischen 2001 und 2007 im südlichen Euroraum, Irland und Osteuropa, und seit 2008 in Deutschland. Die explodierenden Vermögenspreise erschweren es jungen Menschen Vermögen zu bilden und ein Eigenheim zu erwerben. Zwar sind die Hypothekenzinsen sehr niedrig, was auch den Kauf teurer Immobilien erleichtert. Doch haben junge Menschen meist keine Sicherheiten. Zudem fehlen oft die für Kredite notwendigen festen Anstellungsverhältnisse. Kinder werden von Banken sogar als Kreditausfallrisikofaktor bewertet. Die niedrigen Zinsen nützen daher meist der älteren Generation, die bereits einen Großteil des Vermögens hält. Drittens haben der Euro und das billige Geld der EZB dazu geführt, dass die Produktivitätsgewinne in Deutschland und Europa stark zurückgegangen sind (vergleiche diesen Ökonomenblog-Beitrag). Die Unternehmen verlassen sich auf weiter fallende Zinsen, statt die Effizienz zu erhöhen. Da aber Produktivitätsgewinne die Grundlage für reale Lohnerhöhungen sind, stehen europaweit die Löhne unter Druck. Vor allem die Einstiegslöhne für junge Menschen sind seit Ende der 1990er-Jahre deutlich abgesunken. Im öffentlichen Sektor werden für Junge beispielsweise oft nur noch halbe statt wie früher ganze Stellen vergeben. Abbildung 2 zeigt, dass die realen Einkommen der unter 30-jährigen Hochschulabsolventen stetig abgesackt sind. Zudem dauert es länger bis junge Menschen in feste Beschäftigungsverhältnisse kommen. Das reduziert die Rentenansprüche und schafft finanzielle Unsicherheit bei der Familienplanung. Es ist deshalb nicht überraschend, dass sich die junge Generation vernachlässigt fühlt. Zugespitzt: Während in den 1960er-Jahren Einzelverdiener aus der Mittelschicht noch in ihren 20ern ein Häuschen bauten und zwei Kinder hatten, reicht es heute selbst für Doppelverdiener meist nur noch für Smartphones und eine Reise mit dem Billigflieger. Immobilien werden immer öfter erst erworben, wenn die Kinder beziehungsweise das Kind schon bald aus dem Haus sind. Weil diese im Vergleich zu den Eltern tristen materiellen Umstände der Familienplanung nicht zuträglich sind, bleiben die Geburtenraten niedrig. Die ältere Generation ist beunruhigt, weil die Renten nicht mehr sicher sind. Es wäre deshalb im Interesse aller Generationen, wenn die großen Parteien und der EZB-Rat ihren Standpunkt zu den Verteilungseffekten der ultralockeren Geldpolitik überdenken würden. Text:  Prof. Dr. Gunther Schnabl und Tim Sepp
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