Döbern
Amt Döbern Land
Forster Str. 8, 03159
Döbern Tel: 035600/3687-
0, Fax: 035600/3687-15
Forst / Lausitz
Zu den größeren
Städten und
Gemeinden im
Umland von
Tschernitz gehören
Forst (Lausitz) 16 km
nördlich,
Spremberg
Hoyerswerda 30 km
westsüdwestlich,
Spremberg 16 km
westlich
Cottbus
Bautzen 46 km
südsüdwestlich,
Cottbus 27 km
westnordwestlich
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Das Aus für die Glasmanufaktur in Tschernitz
(Spree-Neiße) ist besiegelt. Wie der
Insolvenzverwalter dem rbb auf Anfrage
mitteilte, hat sich für den letzten
europäischen Solarglas-Produzenten kein
neuer Investor gefunden.
Budapest: 80 Jahre nach Kriegsende: Donau gibt
Wehrmachtsfund frei
Am Donauufer in Budapest stiessen Experten auf ein Wehrmachtsmotorrad und zwei deutsche Soldaten. Selbst die Erkennungsmarken sind erhalten.
Darum gehts
•
Der gesunkene Donau-Pegel in Budapest hat ein Wehrmachtsmotorrad und die Überreste zweier deutscher
Soldaten freigelegt.
•
Die Funde wurden am Batthyány-Platz gegenüber dem ungarischen Parlamentsgebäude entdeckt und geborgen.
•
Dank Gasöl im Flussschlamm sind selbst die Erkennungsmarken der Soldaten nach über 80 Jahren noch klar
lesbar.
Der wegen Hitze und anhaltender Trockenheit historisch tiefe Pegel der Donau hat in Budapest einen
aussergewöhnlichen Fund aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Am Batthyány-Platz, direkt gegenüber dem
ungarischen Parlamentsgebäude, entdeckte die Organisation Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ein
Wehrmachtsmotorrad sowie die sterblichen Überreste von zwei deutschen Soldaten.
Wie die «Bild» berichtet, hatten Passanten zunächst lediglich die Gabel eines Motorrads bemerkt, die zwischen den
Felsen am Donauufer hervorschaute. Daraufhin rückten Mitarbeitende des Instituts und Museums für Militärgeschichte, des ungarischen Partners des
Volksbunds, an. Bei der Untersuchung stiessen die Experten auf ein aussergewöhnlich gut erhaltenes deutsches Militärmotorrad, vermutlich eine DKW NZ
350-1.
Die DKW-Modelle NZ 250 und NZ 350 galten damals als besonders robust und zuverlässig. Deshalb entwickelte die Wehrmacht ab 1944 mit der NZ 350-1
eine speziell für den Fronteinsatz konzipierte Version.
Erkennungsmarken gut lesbar
Bei der Bergung des Wracks förderten die Spezialisten auch menschliche Überreste zutage. Zwischen Montag und Dienstag exhumierte Gábor Kohlrusz die
sterblichen Überreste von zwei Soldaten – mehr als 80 Jahre nach deren Tod.
Wie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf seiner Website schreibt, war der Flussschlamm an der Fundstelle mit Gasöl vermischt. Dieses habe
wie ein Konservierungsmittel gewirkt und dafür gesorgt, dass selbst die Erkennungsmarken außergewöhnlich gut erhalten blieben. Buchstaben und Zahlen
seien noch heute klar lesbar.
Familien erfuhren nie vom Tod der Soldaten
Nach Angaben der Historiker waren beide Erkennungsmarken vollständig erhalten. Das deute darauf hin, dass die Familien der Soldaten vermutlich nie
offiziell über deren Tod
informiert wurden. Im Regelfall wurde bei gefallenen
Wehrmachtssoldaten eine Hälfte
der Erkennungsmarke beim Toten belassen, während die andere an die
Wehrmachtsauskunftstelle nach
Berlin geschickt wurde, um den Todesfall zu registrieren und die
Angehörigen zu benachrichtigen.
Neben dem Motorrad fanden die
Experten zudem einen Benzinkanister. Bei einem der Soldaten entdeckten
sie außerdem einen sogenannten
Ärmelschild «Kuban» – ein militärisches Ehrenabzeichen, das an
Wehrmachtssoldaten verliehen
wurde, die am Kuban-Brückenkopf im Kaukasus gekämpft hatten.
Schifffahrt auf dem Alten Rhein
eingestellt
Doch nicht nur der Lac des
Brenets ist von der
anhaltenden Trockenheit
betroffen. Auch der Alte Rhein
war vor einigen Tagen wegen
des tiefen Wasserstandes nicht
mehr für Schiffe befahrbar.
«Boote, deren Tiefgang mehr
als 1,40 bis 1,45 Meter beträgt,
können den Alten Rhein
aktuell nicht mehr befahren»,
erklärte vor rund zehn Tagen
Felix Schwärzler, Präsident
des Yachtclubs Wetterwinkel
in Gaissau (A), direkt an der
Grenze zur Schweiz.
Bürgermeister enttäuscht
Es habe sich niemand mehr gemeldet, der in Tschernitz Glas produzieren wollte und das auch finanziell hätte umsetzen können, so der
Insolvenzverwalter weiter. Seit einiger Zeit werde nun versucht, das Anlagevermögen, also Maschinen und Anlagen, sowie das Grundstück
bestmöglich zu verwerten.
Der Bürgermeister von Tschernitz, Frank Zeißler (parteilos), zeigte sich auf rbb-Nachfrage enttäuscht. Er hoffe, dass der Betrieb nicht zerstückelt
werde und eine Brache mitten im Ort zurückbleibe.