BESONDERE KENNZEICHEN: lang ausgezwirbelter Schnurrbart (Heft 105; Band 3, 2. Heft)  RELIGION:  Auch dazu äußert sich keiner der Beteiligten. Da aber Runkel kirchlich getraut wird (Heft 146; Band 10, l. Heft) und das mittelalterliche Deutschland katholisch war, nehmen wir an, daß der Ritter getauft und somit Christ ist. Ein Halleluja mochte der Ritter aber nicht singen, als ihm die Kurbel der kaiserlichen Thronhebemaschine in Konstantinopel aus der Hand glitt und beinahe die Nase abschlug (Heft 116; Band 5, l. Heft). Einmal sehen wir den Rübensteiner, wie er im Augenblick höchster Verzweiflung die Hände faltet und seinen Blick flehend in die Weite (nicht himmelwärts!) richtet: nach seiner Schatzsuche bei Neurübenstein, die mit einem äußerst mageren Ergebnis endet. Als ihm klar wird, daßDig und Dag von ihrem Knappen Gelöbnis entbunden sind und er allein im weiten Orient bleibt, ist für ihn die Not am größten. Trotz der eindeutigen frommen Geste vernehmen wir kein gottesgläubiges Wort von ihm (Heft 130; Band 7, 3. Heft). Offenbar praktiziert er seine Religion nicht, bis auf die kirchliche Heirat mit Adelaide. SÄMTLICHE WOHNSITZE IN REIHENFOLGE MIT ZEITANGABE:  Burg Rübenstein im Herzogtum Eberhard des Beleibten, Franken. Es ist nicht anzunehmen, daß Runkel vor seiner großen Reise die Burg für längere Zeit verlassen oder gar woanders gewohnt hat.  SCHULAUSBILDUNG: Die Grundbegriffe des Rechnens, Schreibens und Lesens hat Runkel gelernt. Beim Anfertigen der Tafel zum Gedächtnis derer von Rübenstein beim Betreten kleinasiatischen Bodens macht der Ritter allerdings zwei dicke Rechtschreibfehler (Heft 127; Band 6, 6. Heft). Beim Bezahlen der Schiffspassage von Basra nach Ormuz rechnet der Rübensteiner den Fahrpreis dagegen blitzschnell in »harte Reichstaler« um (Heft 134; Band 8, l. Heft). BERUFSAUSBILDUNG: Runkel absolvierte eine Ausbildung zum Ritter. Als kurz vor Peripheria die Digedags von Adlern in die Höhe getragen werden und dann unsanft auf die Teufelsbrüder fallen, meint Runkel ungerührt: »... Meine Knappenzeit war auch kein Vergnügen... «Und bald darauf rühmt er sich:»... Ich kenne das Waffenhandwerk genau und würde ein hervorragender Teerklumpenwurfmaschinenschütze sein!« (Heft 109; Band 3, 6. Heft) Aber er hat keine Erfahrungen im Turnierkampf, wie wir bei der Begegnung mit dem Cavaliere die Carotti (Heft 90; Band l, l. Heft) sehen. Auch bei der Auseinandersetzung mit Ritter Janos (Heft 108; Band 3, 5. Heft) und dem Kuckucksberger - hier wird er letztlich nur durch Dig vor einer Niederlage bewahrt - (Heft 146; Band 10, l. Heft) unterliegt er. Er bedauert, daß er sich nicht zum Alpenjäger hat ausbilden lassen (Heft 96; Band l, 7. Heft).
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Heino Runkel "ANGABEN zur PERSON" Heino Runkel