DREI PFIFFIGE BRÜDER
EINE VERSCHWORENE GEMEINSCHAFT
Vortsetzung
Bei der Erstürmung des Räubernestes durch Soldaten sind sie dabei (Heft 143; Band 9, 4. Heft).
Bei der Rückkehr in die Heimat haben sich die Digedags eine nette Geste
ausgedacht: Sie wollen den ersten, dem sie auf Rübensteiner Grund und Boden
begegnen, mit einem Becher Wein begrüßen (Heft 145; Band 9, 6. Heft).
Das Lieblingsgetränk der Digedags ist Himbeersaft. Nicht nur einmal weisen sie
darauf hin: Bei der ersten Begegnung mit dem Ritter zerschießt Runkel mit seiner
Armbrust die Kruke mit dem köstlichen Getränk, da er Dig und Dag für Rübendiebe
hält (Heft 97; Band l, 8. Heft).
Den von der Tochter des Bürgermeisters von Pordoselene gereichten Wein
überlassen sie dem Ritter mit dem Hinweis auf ihre Vorliebe für einen »Schuß
Himbeersaft in eiskaltem Quellwasser« {Heft 125; Band 6, 4. Heft). Bei der
Abschiedsfeier auf der Insel Pordoselene gibt es den berühmten »Göttertrank«.
Während alle begeistert Wein schlürfen, halten Dig und Dag wacker mit ihrem
Lieblingsgetränk »Himbeersirup in frischem Quellwasser« mit (Heft 126; Band 6, 5.
Heft).
Für Himbeeren scheinen die Digedags eine Vorliebe zu haben. Im Gefängnis zu
Konstantinopel äußern sie
als letzten Wunsch, daß
man ihnen ein paar
Zuckerstangen, »wenn
möglich mit
Himbeergeschmack«,
bringen möge (Heft 120;
Band 5, 5. Heft).
Nur einmal erleben wir,
daß die beiden
Alkoholisches zu sich
nehmen. Auf dem
Gastmahl, das die
Teufelsbrüder für die
Schiffsbesatzung der
»Mirabella« veranstalten,
weist Bogumil daraufhin,
daß man mit Wein
anstoßen wolle. Unmittelbar
darauf sieht man die
Digedags einen kräftigen
Zug aus ihren Humpen
nehmen; es ist unwahrscheinlich, daß sie sich extra Wasser (mit oder ohne
Himbeersaft) haben bringen lassen (Heft 105; Band 3, 2. Heft).
Die Digedags sind unbeweibt; Partnerinnen würden sie in ihrem Abenteuerdrang
hemmen. Außerdem ist es fraglich, ob die drei Gesellen geeignete Gefährtinnen für
ihre Reise durch die Jahrhunderte gefunden hätten. Das heißt aber nicht, daß sie
dem weiblichen Geschlecht desinteressiert gegenüberstehen. So tanzen zum Beispiel
Dig und Dag auf dem Karneval in Venedig mit zwei jungen Fräulein innig
beziehungsweise ausgelassen (Heft 92; Band l, 3. Heft).
Bei der Flucht vor den Teufelsbrüdern darf Dig mit auf Suleikas edlem Renner
reiten. Dies gefällt ihm außerordentlich gut; der Blick, den er der orientalischen
Schönheit dabei zuwirft, spricht Bände. Daß er im Moment der höchsten Gefahr ein
verzücktes Lächeln aufsetzt, deutet an, daß Dig sich der Ehre bewußt ist, um die
ihn so mancher beneiden mag (Heft 107; Band 3, 4. Heft).
Auch Irene von Thessalonien und Adelaide sind die Digedags sehr zugetan. Wenn
sie auch mehr von den guten Charaktereigenschaften beeindruckt sind, hübsch
finden sie die beiden allemal.