DREI PFIFFIGE BRÜDER
EINE VERSCHWORENE GEMEINSCHAFT
Vortsetzung
Die Digedags helfen jederzeit den Schwachen und Armen. Bei allen Konflikten und sozialen Spannungen
beweisen sie ihre menschliche Grundeinstellung.
So bedauern sie ehrlich, daß der Bau des unsinnigen Burgenschiffes für den Ritter
das Geld der Bürger von Venedig kostete {Heft 91; Band l, 2. Heft).
Als ärgerlich empfinden sie auch, daß sie den Teufelsbrüdern unwissentlich bei ihrer
List mit dem wandernden Leuchtfeuer geholfen haben {Heft 107; Band 3, 4. Heft).
Nach der Flucht des Scheichs von Ormuz gibt Digedag als Gesandter des
Großchans im Palast ein großes Fest für die Armen der Stadt. Zum ersten Mal
herrscht Fröhlichkeit in den Marmorsälen {Heft 142; Band 9, 3. Heft).
Den Dank für ihr Verhalten erhalten sie am nächsten Tag. Als sie aufbrechen, um
nach Kerman zu reisen, ist trotz der frühen Morgenstunde die ganze Stadt auf den
Beinen. Kamelreiter geben ihnen das Ehrengeleit {Heft 143; Band 9, 4. Heft).
Nachdem dem Kuckucksberger das Handwerk gelegt wurde, soll es im Rübensteiner
Land bergauf gehen. Um die Bauern zu entlasten, wird auf Betreiben der Digedags
der Zehnte für ein Jahr auf die Hälfte herabgesetzt {Heft 151; Band 10, 6.
Heft).
Nur einmal stellen wir bei
Digedag ein
ungewöhnliches
Desinteresse am
Schicksal des einfachen
Volkes fest: während der
venezianischen Invasion in
Konstantinopel im Jahre
1204. Der Streit zwischen
Venedig und Byzanz um
die Vorherrschaft im
Mittelmeer geht ihn als
Wagenlenker »nichts an«,
obwohl der Krieg Tod und
Elend für die Bewohner der
Stadt bedeutet (Heft
125; Band 6, 4. Heft).
Auch während ihrer Zeit in
griechischen Diensten
beweisen die Digedags ihre
humanistische Einstellung.
Gegenüber den
Dorfbewohnern am
Wüstenbrunnen lehnen sie jede Gewaltanwendung ab. Sie stimmen die steinzeitlichen
Küstenbewohner, bei denen sie nur ihren Trinkwasservorrat erneuern wollen, mit
Geschenken um. Die Fischesser erhalten Metallgegenstände aus dem Bestand der
Krämer, die sich ebenfalls an Bord ihres Schiffes befinden. Auch hier erweisen
sich die freundlich Behandelten als dankbar und winken dem Schiff lange nach
(Heft 138; Band 8, 5. Heft).
Vom Emir nach der Härte der Strafe für die Teufelsbrüder befragt, sprechen sich
Dig und Dag für ein mildes Urteil aus. Sie sollten den Schaden durch Arbeit
wiedergutmachen. Die Todesstrafe, wie von manchen Dorfbewohnern gefordert,
lehnen sie grundsätzlich ab (Heft 129; Band 7, 2. Heft).
Als Runkel im Bachbett bei Neurübenstein nach seinem Schatz gräbt, wollen Dig und
Dag lieber im Meer baden gehen. Aber als sie die Arbeiter beim Bau des Hafens sehen,
helfen sie (Heft 130; Band 7, 3. Heft). Eine Karawane, die in die Hände der Räuber zu
fallen droht, warnen sie. Bei der Erstürmung des Räubernestes durch Soldaten sind sie
dabei (Heft 143; Band 9, 4. Heft).