Ortsname Lohnbrief Wassermühle Galarie Kontakt Natur Rittergut Denkmal Joe Biden Billard Herbert Köfer Agnes Kraus
©2021 Studio VideoWeb
100. Geburtstag 17.02.2021
TV-Zeitschrift erklärt Herbert Köfer fälschlicherweise für tot Herbert Köfer: Der Schauspieler feiert am 17. Februar 2021 seinen 100. Geburtstag. "Am 16. Februar 2021 Gestorben"
Hätten wir gerade keine Corona-Krise, dann würde Herbert Köfer seinen 100. Geburtstag mit Sicherheit ausgiebig feiern. Sie scheint überhaupt das Einzige zu sein, das den Schauspieler aufhalten kann. Das Alter stoppt ihn jedenfalls nicht. Auch wenn eine Programmzeitschrift das jüngst anders sah.
Für den kommenden Donnerstag hat "TV Today" nämlich den Spielfilm "König Karl" von 1986 mit Köfer in der Hauptrolle angekündigt. Die Programmzeitschrift schrieb dazu: "Gestern wäre der beliebte Volksschauspieler Herbert Köfer 100 Jahre alt geworden." Ob da ein paar übereifrige Redakteure sehr weit vorgearbeitet haben und sich nicht vorstellen konnten, dass der Berliner tatsächlich die dreistellige Zahl erreichen würde, bliebt unklar. Umso schöner ist es aber, dass es sich dabei um eine Panne  handelt und Köfer nach wie vor wohlauf ist. Anlässlich seines 100. Geburtstages erfährt der einstige DDR-Fernsehstar etliche Lobpreisungen. Der Schriftsteller Thomas Brussig hat dem "Jahrhundertliebling" in der "Süddeutschen Zeitung" gratuliert. Der "Am kürzeren Ende der Sonnenallee"-Autor zeichnete am Mittwoch das Leben des Schauspielers zwischen Ost und West nach. Er beschreibt ihn dabei so: "Wenn es Traum-Schwiegersöhne gibt, dann war Herbert Köfer der Typ des Traum-Nachbarn. Er war eher der Schlichter denn der Streiter, eher der Angler denn der Wanderer. Optimistisch, heiter und mit einem von allem Dünkel befreiten und dennoch adligen Gemüt."
Beispielhaft sei Köfers Umgang mit dem Berlinerischen, dem "Problembär unter den Dialekten". Er verstehe es, hochdeutsch zu berlinern. Köfer gilt als ältester noch aktiver Film- und Theaterschauspieler in Deutschland, er feierte am Mittwoch seinen runden Geburtstag. Der gebürtige Berliner moderierte 1952 die erste Sendung des DDR- Fernsehens und auch die letzte nach der Wende. Zu seinen Filmen gehören "Nackt unter Wölfen" und "Wolf unter Wölfen".
· Mit 16 Jahren begann Herbert Köfer seine Schauspiellehre. · Als er 23 Jahre alt war, saß er in Gefangenschaft. · Mit 31 startete er die TV-Ära und mit 70 knipste er das Licht beim DDR-Fernsehen aus. · Am 17. Februar wird Deutschlands letzter Volksschauspieler 100 Jahre alt. Halle (Saale) - Wenigstens der Termin in Köthen hat noch geklappt. Es war der Herbst vor dem zweiten Lockdown und Herbert Köfer guter Dinge. Elastischen Schrittes betrat Deutschlands ältester Schauspieler die Crêperie „Lorette“ in der Bachstadt, erwartet von einem Publikum, das viel größer ausgefallen war als Verena Schiffner, die Chefin von „Mein Buchladen“, erwartet hatte. Mit 99 schrieb Herbert Köfer seine dritte Autobiografie, bis zum 100. Geburtstag trat der Jubilar nur wegen Corona kürzer. Als seine größten Erfolge sieht er seine Rollen in den Defa-Filmen «Nackt unter Wölfen» (1963) und «Wolf unter Wölfen» (1964). In «Nackt unter Wölfen» nach dem Roman von Bruno Apitz, der 1945 im Konzentrationslager Buchenwald spielt, ist Köfer ein SS-Offizier. Der Vierteiler «Wolf unter Wölfen» nach dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada war die erste Defa-Produktion, die auch in Westdeutschland gezeigt wurde; mit Köfer als Gutsverwalter. Im DDR-Fernsehen feierte der vielseitige Schauspieler unter anderem Erfolge mit den beliebten Serien «Rentner haben niemals Zeit» und «Geschichten übern Gartenzaun». Auch nach dem Mauerfall stand er für Fernsehserien vor der Kamera - etwa für «Der Landarzt» und «Von Fall zu Fall». Mit «Köfers
· Mit 16 Jahren begann Herbert Köfer seine Schauspiellehre. · Als er 23 Jahre alt war, saß er in Gefangenschaft. · Mit 31 startete er die TV-Ära und mit 70 knipste er das Licht beim DDR-Fernsehen aus. · Am 17. Februar wird Deutschlands letzter Volksschauspieler 100 Jahre alt. Halle (Saale) - Wenigstens der Termin in Köthen hat noch geklappt. Es war der Herbst vor dem zweiten Lockdown und Herbert Köfer guter Dinge. Elastischen Schrittes betrat Deutschlands ältester Schauspieler die Crêperie „Lorette“ in der Bachstadt, erwartet von einem Publikum, das viel größer ausgefallen war als Verena Schiffner, die Chefin von „Mein Buchladen“, erwartet hatte. Mit 99 schrieb Herbert Köfer seine dritte Autobiografie, bis zum 100. Geburtstag trat der Jubilar nur wegen Corona kürzer. Als seine größten Erfolge sieht er seine Rollen in den Defa-Filmen «Nackt unter Wölfen» (1963) und «Wolf unter Wölfen» (1964). In «Nackt unter Wölfen» nach dem Roman von Bruno Apitz, der 1945 im Konzentrationslager Buchenwald spielt, ist Köfer ein SS-Offizier. Der Vierteiler «Wolf unter Wölfen» nach dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada war die erste Defa-Produktion, die auch in Westdeutschland gezeigt wurde; mit Köfer als Gutsverwalter. Im DDR-Fernsehen feierte der vielseitige Schauspieler unter anderem Erfolge mit den beliebten Serien «Rentner haben niemals Zeit» und «Geschichten übern Gartenzaun». Auch nach dem Mauerfall stand er für Fernsehserien vor der Kamera - etwa für «Der Landarzt» und «Von Fall zu Fall». Mit «Köfers Komödiantenbühne» ging er jahrelang auf Tour. Zweimal wurde er für sein Lebenswerk mit der «Goldenen Henne» ausgezeichnet: 2002 und zuletzt im Herbst 2020. Im vergangenen Jahr habe er noch im schnellen Rhythmus mitgemacht, jetzt sei alles ruhiger, berichtet Köfer. Zu seinem 99. habe er sich sein schönstes Geschenk selbst gemacht: Im Eulenspiegel Verlag erschien sein Buch «99 und kein bisschen leise», mit vielen Anekdoten über sein bewegtes Schauspielerleben. Eine Lesetournee war geplant, auch Auftritte auf der Buchmesse in Leipzig. Wegen Corona wurde dann später alles gestrichen. «Aber was soll ich klagen», sagt der beliebte Mime. So sei es doch fast allen Künstlern gegangen, fügt er hinzu. Denen seien Aufträge und Einnahmen weggebrochen. «Mir fehlt das Theater auch als Zuschauer.» Sein Enthusiasmus, seine Lebensfreude und seine Tatkraft werden auch von Jüngeren bewundert. Mit 92 baute Köfer sich noch mit seiner Frau Heike ein Haus in Brandenburg und posierte fürs Foto mit der Schubkarre. Älter werden ist für ihn eigentlich kein Thema. Er sieht auch deutlich jünger aus - und freut sich sichtlich, wenn er 20 Jahre jünger geschätzt wird. Aber: «So nach und nach stellen sich die verschiedensten Zipperlein ein, die einem mal mehr, mal weniger zu schaffen machen», musste er sich eingestehen. «Vielleicht habe ich die schon länger.» Da er aber immer auf den Bühnen unterwegs gewesen war, habe er wohl davon nichts gemerkt, sagt Köfer. Da er im Moment keine Texte lernen müsse, lese er wieder mehr, vor allem Romane. «Da kommt auch die geistige Betätigung nicht zu kurz.» Immer dabei ist seine rund 40 Jahre jüngere dritte Ehefrau Heike, die ihm bei allem eine große Stütze ist. «Heike ist mein zweites Herz, mein zweites Gedächtnis, überhaupt mein Alles», schwärmt Köfer.
VideoWeb Studio TSCHERNITZ Herbert Köfer