was die Zukunft bringen wird?
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Emissionsfreies Fahren Wasserstoffautos: Ist Elektro gar nicht die Zukunft?
Wasserstoffautos können im weitesten Sinn als Elektroauto gesehen werden, da sie ebenfalls mit einem Elektromotor ausgestattet sind. Doch anstatt einer Batterie wird dieser von einer Brennstoffzelle angetrieben. Innerhalb der Brennstoffzelle sorgt eine chemische Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff für die Entstehung von Strom. Dieser wird wiederum an den Motor weitergeleitet und treibt das Fahrzeug an. Der große Vorteil: Es treten keine Emissionen, sondern nur Wasserdampf aus. Somit wäre das Wasserstoffauto im Gebrauch das umweltfreundlichste Auto. Doch das Gefährt hat auch seine Schattenseiten. Wie wird Wasserstoff gewonnen? Wasserstoff kommt nicht in reiner Form in der Natur vor. Deshalb müsste es teuer aus Wasser und Erdgas hergestellt werden. Zusammen mit der Lagerung und dem Transport kommt außerdem ein hoher Verbrauch an Energie hinzu. Die Lösung: "Wasserstoff ist ein sauberer Kraftstoff, der noch zu 70 Prozent aus Erdgas, in Zukunft aber komplett aus erneuerbaren Energien hergestellt wird", erklärt Dr. Jörg Adolf, Chefvolkswirt bei Shell Deutschland. Zukunft des Fahrens Spült Wasserstoff die E-Autos von der Straße? Mit neuen Modelle und Milliarden-Investitionen kann H2 zum Treibstoff von morgen werden „Wasser ist die Kohle der Zukunft“, schrieb 1874 der Schriftsteller Jules Verne (†77). 137 Jahre später, im Jahr 2011, war es Daimler-Chef Dieter Zetsche (63), der bei einem Auftritt enthusiastisch rief: „Wasserstoff ist das neue Öl.“ Geschrieben, geredet und geforscht wurde viel in den letzten Jahrzehnten. Trotzdem fristet Wasserstoff als Antrieb ein absolutes Nischendasein. Bis heute fahren in Deutschland nur etwa 210 Wasserstoffautos, es gibt gerade einmal 35 Wasserstofftankstellen. Dagegen ist das Elektroauto mit über 25 000 Fahrzeugen in Deutschland fast eine Erfolgsgeschichte. Trotzdem haben die Forschungsabteilungen der großen Autobauer den Wasserstoffantrieb nie fallen lassen. Im Gegenteil: Seit Anfang dieses Jahres weht wieder ein Hauch der H2-Revolution von 1874 durch die Luft. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) im Januar gründeten Autohersteller (u.a. BMW, Daimler) und Industriekonzerne (u. a. Linde, Shell) eine Wasserstoffallianz, um dem alternativen Antrieb zum Durchbruch auf der Straße zu verhelfen. Mehr als 1,4 Milliarden Euro wollen die Bündnispartner in die Forschung und Entwicklung der Wasserstofftechnologie investieren. Auch Alexander Dobrindt (46, CSU) setzt auf Wasserstoff. Letzte Woche kündigte der Verkehrsminister an, 250 Millionen Euro bereitzustellen, um den Markt anzukurbeln. Was sind die Vor- und Nachteile von Wasserstoffautos? Neben emissionsfreiem Fahren bieten Wasserstoffautos auch noch andere Vorteile: "70 Prozent der Energie wird auf Langstrecken und im Transportsektor verbraucht. Genau dort ist Wasserstoff durch die schnelle Betankung dem klassischen Elektroantrieb weit überlegen", sagt Werner Diwald, Experte für erneuerbare Energien. Wasserstoff lasse sich innerhalb von drei bis fünf Minuten tanken und stelle außerdem eine höhere Reichweite bereit als E-Autos. Über 500 Kilometer seien da der Standard, erklärt Dr. Jörg Adolf. Doch im Kontrast dazu stehen die wenigen Wasserstofftankstellen, die in Deutschland zur Verfügung stehen. Nur 35 davon gibt es landesweit - ein Problem, das auch dem Experten bekannt ist: "Wir brauchen attraktive und bezahlbare Autos und ein flächendeckendes Tanknetz." 2012 erklärte Toyota, dass ein Brennstoffzellen-Auto mit dem damaligen Stand der Dinge 100.000 Euro kosten müsste - für den Durchschnittsautofahrer eine unmögliche Summe. Außerdem besteht immer noch das Problem, dass Wasserstoff extrem leicht entzündlich ist. Trotzdem soll sich in Zukunft einiges in Sachen Wasserstoffautos tun: In Deutschland sind 15 neue H2-Tankstellen in Bau, außerdem kündigten Mercedes und Honda noch für dieses Jahr neue Brennstoffzellen-Autos an. Übrigens: Tesla ist vor kurzem aus dem Programm förderfähiger Elektroautos geflogen - wegen Betrugs?
H2 kann zum Treibstoff der Zukunft werden Zukunft im 21.Jahrhundert Wasserstoff gilt immer mehr als Antriebsquelle der Zukunft. Und tatsächlich spricht viel dafür.
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